Tödlicher Verkehrsunfall auf dem „Overfly“

Datum: 23. Januar 2020 
Alarmzeit: 11:37 Uhr 
Art: Technische Hilfeleistung 
Einsatzort: B20 "Overfly" 
Fahrzeuge: Einsatzleitwagen (12/1), Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (40/1), Rüstwagen (61/1), Mannschaftstransportwagen (14/1) 


Einsatzbericht:

In den Mittagsstunden des Donnerstages wurde die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Burghausen zu einem schweren Verkehrsunfall an die nördliche Stadtzufahrt alarmiert. Auf der Überführung der B 20 über die St 2108, dem sogenannten „Overfly“, war es zum frontalen Zusammenstoß zwischen einem Kleinwagen und einem Lkw gekommen. Aufgrund des zu erwartenden Umfangs der technischen Hilfeleistung wurde mit dem Einsatzstichwort „Technische Hilfeleistung 4“ nicht nur Großalarm für die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Burghausen ausgelöst, sondern zudem im Anfangsstadium die Freiwillige Feuerwehr aus Mehring mitalarmiert.
Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung erreichte die Feuerwehr die Einsatzstelle mit starken Kräften. Die Fahrerin eines aus Fahrtrichtung Marktl kommenden Kleinwagen Typ Ecosport, Fabrikat Ford, war frontal in die Zugmaschine eines in Gegenrichtung fahrenden Sattelzuges gekracht und wurde dabei schwerst eingeklemmt. Burghausens Kommandant und zugleich Feuerwehr-Einsatzleiter Florian Hobmeier ließ nach Abstimmung mit dem Notarzt eine sogenannte Crashrettung einleiten. Hierbei liegt der Fokus einzig auf dem Lebenserhalt der zu rettenden Person und alle Maßnahmen gelten einer schnellstmöglichen Befreiung für einen ungehinderten Zugang der notärztlichen Versorgung. Die Feuerwehren aus Burghausen und Mehring arbeiteten hier gleichzeitig mit zwei hydraulischen Rettungssätzen am stark deformierten Unfallfahrzeug. „Obwohl die hervorragende Zusammenarbeit der beiden Wehren dazu führte, dass die technische Rettung der Person nur wenige Minuten dauerte, konnte wenig später leider nur noch ihr Tod an der Unfallstelle festgestellt werden“ erklärt Florian Hobmeier. Für den zügigen Weitertransport der Person wäre bereits ein Rettungshubschrauber an der Unfallstelle gelandet gewesen.

Auch die Lkw-Zugmaschine wurde bei dem Zusammenstoß stark beschädigt. Deren Fahrer blieb jedoch dem Kenntnisstand von der Unfallstelle nach weitgehend unverletzt.
Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen musste der „Overfly“ komplett gesperrt und der Verkehr über den Kreisverkehr der St 2108 umgeleitet werden. Die Feuerwehr stellte den Brandschutz sicher und reinigte die Fahrbahn von Trümmerteilen und ausgetretenen Betriebsstoffen. Nach etwa drei Stunden konnte die Einsatzstelle der Polizei und der Straßenmeisterei übergeben werden.