Brand eines Spänebunkers fordert Feuerwehr stundenlang

Datum: 20. Januar 2019 
Alarmzeit: 15:13 Uhr 
Art: Brand 
Einsatzort: Schloßstraße, Haiming 
Fahrzeuge: Einsatzleitwagen (12/1), Rüstwagen (61/1), Gerätewagen (55/1), Tanklöschfahrzeug (20/1) 


Einsatzbericht:

Am Sonntagmorgen gegen 9 Uhr hatte der Betreiber einer Hackschnitzelheizung in der Schloßstraße eine Rauchentwicklung aus dem Spänebunker bemerkt und über Notruf die Rettungskräfte informiert. Nur wenige Minuten nach der Alarmierung erreichte die Freiwillige Feuerwehr Haiming die Einsatzstelle. „Beim Eintreffen der Feuerwehr war eine massive Rauchentwicklung aus dem unterirdischen Spänesilo der Hackschnitzelheizung festzustellen“, informiert Einsatzleiter Michael Auer. Offensichtliche Glutnester wurden sofort abgelöscht. Es zeichnete sich jedoch schnell ab, dass als einziges Mittel zur erfolgreichen Brandbekämpfung ein komplettes Räumen des Spänebunkers in Frage kommt. Über die Integrierte Leitstelle Traunstein wurde ein spezieller Saugwagen angefordert, welcher aus dem Raum Wasserburg an die Einsatzstelle fuhr.

Ebenso war abzusehen, dass der weitere Verlauf des Einsatzes einen massiven Bedarf von Atemschutzgeräteträgern erfordert. Aus diesem Grund wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Piesing und Niedergottsau nachalarmiert. Zudem wurde die Freiwillige Feuerwehr Burghausen angefordert, welche ein spezielles Be- und Entlüftungsgerät zur Entrauchung vorhält, um im Spänebunker die Sicht zu verbessern. Auch wurden von der Atemschutzpflegestelle in Burghausen weitere Atemluftflaschen an die Einsatzstelle gebracht. Insgesamt 16 Trupps unter schwerem Atemschutz löschten im Spänebunker Glutnester ab und schaufelten unter enormer körperlicher Anstrengung die Hackschnitzel in die Saugvorrichtung des Saugwagens.

An der Oberfläche wurden die Hackschnitzel dann mit einem Lader ausgebreitet und endgültig abgelöscht. Im Spänesilo musste der Unterboden geöffnet werden. Nach rund zehn Stunden ergab die Kontrolle mit der Wärmebildkamera, dass sich keine weiteren Glutnester mehr im Spänebunker befinden und die Einsatzstelle dem Betreiber übergeben werden kann. Neben ca. 60 Feuerwehrdienstleistenden war eine Unterstützungskraft der Kreisbrandinspektion, der Einsatzleiter Rettungsdienst und die Schnelleinsatzgruppe Betreuung des BRK im Einsatz, welche die Einsatzkräfte verpflegte.