Heizöl-Tankwagen stürzt am Zündhölzlberg ab

Datum: 25. Januar 2019 
Alarmzeit: 15:58 Uhr 
Art: Technische Hilfeleistung 
Einsatzort: Zündhölzlberg 
Fahrzeuge: Einsatzleitwagen (12/1), Löschgruppenfahrzeug (40/1), Mittleres Löschfahrzeug (47/1), Rüstwagen (61/1), Gerätewagen (55/1), Mannschaftstransportwagen (14/1), Tanklöschfahrzeug (20/1) 


Einsatzbericht:

Am Freitagnachmittag wurde die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Burghausen zu einem nicht alltäglichen Einsatz an den Zündhölzlberg alarmiert. Eine Anwohnerin hatte über Notruf mitgeteilt, dass ein Heizöl-Tankwagen den Hang hinter gestürzt ist. Wenige Minuten nach der Alarmierung erreichte die Feuerwehr die Einsatzstelle mit starken Kräften und konnte das Meldebild bestätigen. Das Fahrzeug kam beim Rangieren von der Fahrbahn ab, nachdem es zu einem Anrainerhaus im oberen Teil des Berges Heizöl geliefert hatte. Der LKW rutschte dabei seitlich weit in den Hang hinein und kam nach geraumer Wegstrecke durch Bäume gebremst zum Stehen. Der Fahrer konnte sich selbst befreien und wurde glücklicherweise nicht ernst zu nehmend verletzt.

Nach der Erkundung durch den Einsatzleiter stand fest, dass ein weiterer Umstand glücklich verlaufen war. Die Beschädigungen am Fahrzeug waren erstaunlicherweise nämlich nicht so groß, dass der Heizöl- oder Fahrzeugtank leckgeschlagen waren und keine Flüssigkeiten in die Umwelt gelangten. Forstarbeiter, welche unweit der Unfallstelle tätig waren, eilten als Ersthelfer herbei, führten anfängliche Sicherungsmaßnahmen durch und unterstützten fortwährend couragiert.

Bereits im Anfangsstadium des Einsatzes war offensichtlich, dass die Lage die Einsatzkräfte über Stunden fordern wird und aufgrund der unzugänglichen Position des Tankwagens eine Lösung zu dessen Bergung erst einmal nicht auf der Hand liegt. Um dem Fall vorzubeugen, dass der Tankinhalt umgepumpt werden muss, entschied sich der Einsatzleiter, den ABC-Zug der Freiwilligen Feuerwehr Altötting nachzualarmieren. Auch die Einsatzkräfte aus Altötting fuhren die Unglücksstelle mit starken Kräften an und unterstützten mit Personal und Spezialgerät.

Nachdem sich ein Bergeunternehmer vor Ort ein Bild von der schwierigen Lage gemacht hatte und es für möglich hielt, den LKW zu bergen ohne eine Leckage zu verursachen, entschied sich der Einsatzleiter den Tankinhalt im Fahrzeug zu belassen. Am weit über der Position des Lkw gelegenen Parkplatz der B 20 wurde schweres Bergegerät in Stellung gebracht. Mit insgesamt vier Seilwinden wurde am Tankzug angeschlagen und ein Zurückziehen auf den darunter liegenden Weg versucht. Dies gelang langsam und erforderte eine enorme Koordination und Kommunikation vom Tankwagen bis hinauf zu den Seilwindenführern. Nach einiger Zeit konnte der Lkw bis auf die Fahrbahn zurückgezogen und wieder auf die Räder gestellt und abgeschleppt werden. Bis zum Ende waren keine Flüssigkeiten in die Umwelt gelangt. Nach sechs Stunden konnte die Einsatzstelle geräumt werden. Auch zahlreiche Unterstützungskräfte der Kreisbrandinspektion waren vor Ort.