Ein Jahr im Dienst für die Gemeinschaft

Mit dem erfolgreichen Abschluss ihres einjährigen Bundesfreiwilligendienstes hat Greta Zieske bei der Freiwilligen Feuerwehr Burghausen ein Kapitel Geschichte geschrieben. Erstmals wurde ein solcher Freiwilligendienst bei der Burghauser Wehr angeboten und ermöglichte der 17-Jährigen ein wertvolles Orientierungsjahr im Bereich des Zivil- und Katastrophenschutzes. Den Bereich sieht unter anderem das seit 2011 in dieser Form existierende bundeseinheitliche Angebot des Bundesfreiwilligendienstes vor, in dem sich Personen jedes Alters außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl engagieren können.

Die nun erstmals besetzte Stelle in der Feuerwehr Burghausen wurde auf Initiative des Ersten Kommandanten Florian Hobmeier möglich gemacht, der damit neue Wege in der Nachwuchsgewinnung und personellen Verstärkung im Tagesgeschäft der Feuerwehr einschlägt. Die Freiwillige Feuerwehr Burghausen verfügt über 87 aktive Mitglieder, die allein im letzten Jahr rein ehrenamtlich zu 269 Einsätzen ausrücken mussten und sich permanent mit einer Vielzahl von Übungen und Lehrgängen weiterbilden. „Dahinter steckt ein wahnsinniger organisatorischer Aufwand und die Tätigkeiten zur Instandhaltung und Pflege von Fahrzeugen und Gerätschaften sind aktuell nur mit einer hauptamtlichen Gerätewartstelle beplant“, erklärt Hobmeier. Doch während des abgelaufenen Dienstjahres kam Greta Zieske nicht nur zur Unterstützung des Gerätewartes zum Einsatz. Die Begleitung von technischen Projekten rund um Fahrzeuge und Ausrüstung, sowie die Hilfe bei der Vorbereitung und Durchführung von Aus- und Fortbildungen im Übungsbetrieb gehörten ebenso zu ihren Aufgaben, wie die Mitarbeit bei der Brandschutzerziehung und bei Sicherheitswachen, sowie bei logistischen und administrativen Tätigkeiten. Ein nicht unerheblicher Teil ihrer Arbeit war auch die Teilnahme am aktiven Einsatzdienst. Greta Zieske ist nämlich seit ihrem 14. Lebensjahr zugleich Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Burghausen und hat eine entsprechende Grundausbildung in der Jugendfeuerwehr begonnen. 

Dass sie somit während ihres Bundesfreiwilligendienstes auch zu Einsätzen ausrücken konnte, erhöhte die Tagesalarmstärke der Wehr. „Besonders gut gefallen hat mir die Vielfältigkeit der Aufgaben“, erzählt die 17-Jährige rückblickend. „Neben administrativen Arbeiten, wie z.B. der Pflege einer Datenbank, konnte ich mich auch handwerklich betätigen, was mir besonders großen Spaß macht.“ Durch ihr praktisches Geschick konnte sie bei kleineren Reparaturen oder der Hilfe beim Umbau eines Einsatzfahrzeuges, dessen Beladung optimiert wurde, wertvolle Unterstützung leisten. Einen Handwerksberuf will Zieske nun auch nach dem Abschluss des Bundesfreiwilligendienstes in Zwiesel als Glasbläserin mit der Fachrichtung Glasapparatebau erlernen.

Überzeugt und zufrieden blickt auch Kommandant Florian Hobmeier zurück, welcher den Bundesfreiwilligendienst als wichtigen Meilenstein für die Feuerwehr sieht, um das Ehrenamt zu stützen. „Es zeigt zudem, wie vielseitig und verantwortungsvoll die Arbeit in einer Freiwilligen Feuerwehr ist und macht deutlich, welchen Gewinn ein derartiges Engagement für die Organisation und die Entwicklung der Freiwilligen mit sich bringt“, so Hobmeier abschließend.

So soll es auch nicht beim Pilotprojekt bleiben und auch für das Jahr 2026/2027 ist ab September eine Stelle im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes in der Feuerwehr Burghausen zu besetzen.
Den Kontakt für die Bewerbung und die entsprechenden Einstellungsvoraussetzungen finden Sie unter:

https://www.bundesfreiwilligendienst.de/bundesfreiwilligendienst/platz-einsatzstellensuche/platzangebot-suchen/20242