Eine großangelegte Übung der Freiwilligen Feuerwehren Burghausen und Raitenhaslach, sowie der BRK-Bereitschaft, fand am vergangenen Montagabend auf dem Gelände der Hammerschmiede in der Tittmoninger Straße statt. In der Esse der Schmiede wurde von einem Unfall ausgegangen, wobei eine Person unter dem namensgebenden kolossalen Hammer eingeklemmt wurde. Im weiteren Verlauf breitete sich ein Brand aus und brachte eine Gasflasche zum Bersten. Als besonders prekär erwies sich, dass im darüberliegenden Besucherraum 8 Personen durch den Brandrauch eingeschlossen waren. Das Szenario, das die 70 anrückenden Einsatzkräfte erwartete, war gleichermaßen anspruchsvoll, wie überraschend. Um einen möglichst nahen Realitätsbezug herzustellen, wusste im Vorfeld nämlich keiner von den eingesetzten Kräften von der genauen Aufgabenstellung. Um derartige Übungen zu organisieren und durchzuführen unterhält die Freiwillige Feuerwehr Burghausen eine eigene Fachgruppe der realistischen Übungsdarstellung. Durch Kunstnebel imitierter Brandrauch und Feuersimulatoren gehören hier ebenso zum Repertoire, wie mit Brandverletzungen geschminkte Mimen, welche aus Kreisen der BRK-Bereitschaft und der Feuerwehrjugend für die Übung begeistert werden konnten.
Eine ähnliche Übung fand zuletzt im Jahr 2018 an gleicher Stelle statt, denn auch das Anwesen als solches stellt die Feuerwehr im Ernstfall vor besondere Herausforderungen. „Die historisch gewachsene und eng beieinanderliegende Bebauung auf dem Gelände sind nur über eine Zufahrt von der vielbefahrenen Tittmoninger Straße aus erreichbar“, erklärt Kommandant Florian Hobmeier, welcher als Übungsbeobachter eingesetzt war. Um die Auswirkungen auf den Verkehr so gering wie möglich zu halten, wurde bei der Übung der Verkehr durch eine wechselseitige Absperrung am Objekt vorbei geleitet, was im Ernstfall sicher anders wäre. „Auch der Kräfteeinsatz, vor allem von Rettungsdienstseite, wäre bei einem Realereignis mit 9 Verletzten deutlich höher“, erklärt Hobmeier weiter. Unabhängig davon war die Übung aber ein guter Anlass, um die wehr- und organisationsübergreifende Zusammenarbeit zu proben. Mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz gingen zur Brandbekämpfung und Personenrettung ins Gebäudeinnere vor und konnten nach kurzer Zeit alle Patienten dem Rettungsdienst übergeben. „Die Zusammenarbeit lief hier vorbildlich“, resümierte Burghausens Dritter Kommandant Christian Kraus, welcher als Einsatzleiter eingesetzt war, in der gemeinsamen Abschlussbesprechung aller Beteiligten inklusive der Familie Wagenhofer, welche das Gelände dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hatte.






























