Feuerwehr erhält Ehrenpatenschaft für Waldrapp

Rund fünf Wochen liegt der außergewöhnliche Einsatz nun zurück, als die Freiwillige Feuerwehr Burghausen am 27. Juni zur Rettung eines Waldrapps an den Pulverturm alarmiert wurde. Ein wenige Wochen alter Jungvogel hatte sich bei seinen ersten Flugversuchen im Blitzableiter an der Turmspitze verfangen, zu dessen Rettung die Feuerwehr mit der Drehleiter und schwerem Gerät anrückte. Leider hatte sich der Schreitvogel derart schwere Beinverletzungen zugezogen, dass er nicht mehr überlebensfähig war und wenig später eingeschläfert werden musste. Als Dank für diesen Einsatz wurde der Freiwilligen Feuerwehr Burghausen nun eine besondere Ehre zuteil. Oliver Habel und Corinna Esterer vom Waldrapp-Team überraschten die Ehrenamtlichen, indem sie ihnen eine Ehrenpatenschaft für einen anderen Waldrapp anboten. „Die Namenssuche gestaltete sich daraufhin gar nicht so einfach, wie erwartet“, erklärt Markus Szehr als Vorsitzender der Wehr. Eigentlich wäre Florian in Anlehnung an den Schutzpatron der Feuerwehr prädestiniert und die erste Wahl gewesen. Einen Waldrapp mit diesem Namen gibt es allerdings bereits und auch die weiblichen Abwandlungen, wie etwa Florentine oder auch Flora waren bereits belegt. „Nach einigem Überlegen fiel die Wahl dann auf Franz-Xaver in Anlehnung an den Heiligen Franz-Xaver als Schutzpatron der Stadt Burghausen“, informiert Kommandant Florian Hobmeier, welcher gemeinsam mit Szehr die Ehrenurkunde im Rahmen eines Übungsabends in Empfang nehmen durfte. Die Freiwillige Feuerwehr ist immerhin eine Einrichtung der Stadt Burghausen. Der „Feuerwehr-Waldrapp“ Franz-Xaver schlüpfte am 18. Mai 2026 in Burghausen und wurde mittlerweile vom Waldrapp-Team mit einem GPS-Miniatursender ausgestattet. Mit der kostenfreien App „Animal Tracker“ lässt sich nun der Standort des Tieres bestimmen. Damit lässt sich nachvollziehen, dass Franz-Xaver seine Heimat Burghausen mittlerweile in südlichere Gefilde verlassen hat. Die spannende Reise des Vogels wird von den Feuerwehrdienstleistenden bis zur hoffentlich gesunden Wiederkehr nun live mitverfolgt. Mit dieser ist aller Voraussicht nach in zwei Jahren, spätestens aber bei Erreichen der Geschlechtsreife zu rechnen.