Schwerer Verkehrsunfall mit Sattelzug

Datum: 3. Juni 2020 
Alarmzeit: 22:36 Uhr 
Art: Technische Hilfeleistung 
Einsatzort: St 2357 Stadtgebiet 
Fahrzeuge: Einsatzleitwagen (12/1), Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (40/1), Löschgruppenfahrzeug (41/1), Rüstwagen (61/1), Gerätewagen (55/1), Mehrzweckfahrzeug (11/1) 


Einsatzbericht:

Zu einem spektakulären Verkehrsunfall mit einem Sattelzug kam es am Mittwochabend gegen 18 Uhr auf der Staatsstraße 2357 im Stadtgebiet Burghausen. Auf Höhe der Hammerschmiede durchbrach ein mit Kunststoffgranulat beladener 40-Tonner die Absperrung der für Baumfällarbeiten aktuell gesperrten Staatsstraße. Anschließend rammte der Lkw ein Gestänge mit Werbetransparenten und fuhr über die Böschung hinab zur Straßenanbindung der Reihenhäuser der Tittmoninger Straße. Dort schob der Sattelzug noch drei von Anwohnern geparkte Pkw aufeinander, ehe er wenige Meter von einer Hauswand entfernt zum Stehen kam. Kurze Zeit später erreichten Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei die Unfallstelle mit starken Kräften. Der Lkw-Fahrer konnte sich selbst aus der Zugmaschine befreien und wurde ersten Erkenntnissen von der Unfallstelle nach glücklicherweise nur leicht verletzt. Das Gespann wurde zunächst gegen weiteres Wegrollen gesichert. Aus der durch den Unfall erheblich beschädigten Zugmaschine austretende Betriebsstoffe verunreinigten Fahrbahn und Erdreich auf mehrere Meter. Der Austritt wurde von der Feuerwehr eingedämmt. Aufgrund der drohenden Umweltgefahr wurde ein Vertreter des Landratsamtes an die Einsatzstelle alarmiert und das kontaminierte Erdreich vom städtischen Bauhof abgebaggert. Teile der überfahrenen Reklameanlage mussten von der Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät zerkleinert und unter dem Lkw hervorgeholt werden. Die beschädigte Zugmaschine und der Auflieger wurden nach den Sicherungsmaßnahmen der Feuerwehr von einem Abschleppunternehmen geborgen. In Zusammenarbeit mit dem städtischen Bauhof und der Landkreisstraßenmeisterei wurde die stark verunreinigte Unfallstelle gesäubert. Nach etwa drei Stunden konnte diese der Polizei übergeben werden. Die Freiwillige Feuerwehr Burghausen war mit 6 Fahrzeugen und 21 Einsatzkräften im Einsatz. „Abschließend betrachtet war hier vermutlich nicht nur ein Schutzengel am Werk“ resümiert Einsatzleiter und Kommandant Florian Hobmeier. Es ist wohl nur glücklichen Umständen zu verdanken, dass keine weiteren Personen zu Schaden kamen.